5.2. und 9.4.: Präsentation Radkonzept und Startschuss Spange Hall-Ost 2.0

Wie in der Presse zu lesen war, ist am 5.2. eine Informationsveranstaltungen zum Thema Radkonzept in Hall geplant. Nachdem wir in der Anfangsphase in die Bedarfsfeststellung eingebunden waren, haben wir leider seitens der Milser Gemeindeführung danach nichts mehr gehört. Offenbar wird ein Rad-Highway ab der Kaiser-Max-Straße nach Innsbruck auf halber Höhe zwischen Bundesstraße und Dörferstraße geplant – was prinzipiell natürlich sehr zu begrüßen ist, über die Anbindung von Milser Seite aus ist jedoch nichts bekannt. Wir sind daher gespannt, ob die Radanbindung nach Hall für Milser tatsächlich verbessert wird.

Am 9.4. soll der Startschuss zur Bürgereinbindung bei der Planung der Spange Hall-Ost fallen. Durch die Einbeziehung der Bürger soll eine verbesserte Akzeptanz und damit Zustimmung zur Spange erreicht werden. Was sich seit dem Aus für die Spange 2015 nicht geändert hat, sind die Fakten:

  • ein geplanter Autobahnanschluss für genau zwei Dörfer, nämlich Mils und Volders mit insgesamt 8600 Einwohnern. Wollte man diesen Schlüssel auf Innsbruck umlegen, wären dort weitere 10 Anschlüsse nötig, bevor man an einen Anschluss Hall Ost überhaupt denken könnte, bzw. 93 Anschlüsse in Tirol entlang der Verbindung Kufstein- St. Anton, das bedeutet Anschlüsse im Abstand von 1,8 km
  • eine noch immer vollkommen ungeeignete Ampelschaltung an der Kreuzung am unteren Stadtplatz, die ( morgens für eine halbe Stunde) einen 500 m langen Rückstau in die Ost-Richtung verursacht, während nach Westen keine 50 m Stau entstehen.
  • Baukosten in Höhe von geschätzten 35, realistischerweise 50 Mio € für ein Bauwerk, das den Individualverkehr weiter fördern wird und damit im krassen Widerspruch zu Österreichs Zielen zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen im Verkehrssektor steht. Der Verkehrssektor hat seinen Energieverbrauch seit 1990 fast verdoppelt und schädigt zudem die öffentliche Gesundheit massiv durch Abgase und Lärm.

Auch auf diesen Termin sind wir gespannt.

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Bgm. Peter Hanser tritt für bessere Busverbindungen ein

Vier engagierte Milser Mobile trafen sich Anfang Dezember mit Bgm. Peter Hanser, um eine Verbesserung der Busverbindungen zu erreichen. Leider ist der 5er oft verspätet, so dass Anschlüsse nach Innsbruck und ins Unterland nicht erreicht werden können. Offenbar wurde bereits aus Hall ähnliche Kritik an die dortige Bürgermeisterin herangetragen. Peter Hanser hatte ein offenes Ohr für unsere Kritik und versprach, sich gemeinsam mit Hall beim VVT für Verbesserungen einzusetzen. Nach seinen Informationen seien diese nicht erst zum nächsten  Fahrplanwechsel im Halbjahr, sondern bereits im März möglich. Offenbar wird auch bereits von Haller Seite aus an einem neuen Buskonzept gearbeitet, wie aus Kreisen des VVT zu erfahren war.

Gefreut hat uns ausserdem, dass das heuer angelaufenen e-car sharing Angebot E-Mils sehr gut angenommen wird – offenbar sogar viel besser als in vergleichbaren Projekten andernorts !

Mils Mobil sprach sich ausserdem einstimmig für die Installierung einer dynamischen Fahrplananzeige in der Dorfmitte aus. Diese Anzeigen sind in Tirol weit verbreitet, inzwischen auch in weit ruhigeren Gegenden als in der Region Hall, so z.B. im hinteren Ötztal.

Neues vom Unteren Stadtplatz ?

Wie von vielen aufmerksamen Verkehrsteilnehmern und auch von uns schon bemerkt, muss die Ampelsteuerung am Unteren Stadtplatz als vollkommen ungeeignet für die Verkehrssituation bezeichnet werden. Während von Richtung Westen kaum Fahrzeuge die Kreuzung überqueren und die Staulänge auch zu Stoßzeiten kaum einmal 10 Fahrzeuge überschreitet, staut es sich von Osten her teilweise bis zum Alten Zoll. Gerade dieser Stau ist aber der einzige Grund für das 50-Millionen-Projekt „Spange Hall Ost“.

Auffallend ist, dass das große Verkehrsaufkommen von Osten her, und hier insbesondere die Linksabbieger Richtung Autobahn, genau gleich lange Grünphasen sieht wie das geringe Aufkommen von Westen. So passieren pro Grünphase gerade einmal vier Pkw die Kreuzung Richtung Autobahn, der Rückstau blockiert die Richtung geradeaus. Die einfachste Abhilfe in den Augen vieler Beobachter wäre eine Verlängerung der Grünphase für den Verkehr aus Osten zu Lasten der wenigen Fahrzeuge von Westen. Bei der Planung der Spange bisher wurde diese Option  niemals  erwähnt, vielmehr war die Auskunft der Planer, dass die Kreuzung schon „ausoptimiert“ sei – eine schwer nachvollziehbare Behauptung, nicht nur aus oben genanntem Grund, sondern auch, weil die Ampelanlage nicht wie heute üblich automatisch nach aktueller Verkehrssituation geregelt ist, sondern Rot- und Grünphasen unabhängig vom Verkehrsaufkommen tagein- tagaus gleich sind.

Inzwischen kann man jedoch eine Veränderung an der Ampelanlage bemerken: für die Linksabbieger aus Richtung Osten gibt es links neben dem Über-Kopf-Anzeiger einen grünen Pfeil. Dass auch die Grünphase verlängert wurde, konnten wir nicht bemerken, aber vielleicht ist das doch das erste Anzeichen für ein Nachdenken über eine effizientere Ampelregelung – wir sind gespannt !

 

UntStadtplatz_Ampel

 

coole E-Mils Nissan Leafs

Vielleicht hat schon jemand die neuen schwarzen Nissan Leafs gesehen, die als car-sharing Autos mit Nummernschild IL-EMILS 1 oder 2  in Mils unterwegs sind. Nach Aussage von Clemens Schumacher startet das car-sharing im Juni, wir sind sehr gespannt!

Am 1. Maifest konnten wir ein baugleiches Modell  probefahren: ein vollkommen neues Fahrgefühl ! Viel Platz, genug für fünf Personen, anständige Leistung und ein Gaspedal, mit dem man auch sanft bremsen kann- optimale Voraussetzungen für einen kultigen start ins car-sharing in Mils. Entsprechend hat man auch schon von mehreren Familien gehört, dass sie mit diesem Angebot endlich auf ein Zweit-Auto verzichten können ! Danke, Mils, bravo und weiter so !

 

E-Car-sharing startet in Mils!

Nachdem der Energie-Ausschuß vor einiger Zeit begonnen hat,  sich mit Car-sharing zu beschäftigen, steht jetzt nach umfangreicher Arbeit der Start des Milser E-car sharing kurz bevor! Am 1. Mai kann am Sportplatz einer der beiden Nissan Leafs, die die Gemeinde zu diesem Zweck angeschafft hat, beim Sportzentrum besichtigen. Weitere Informationen zum Thema gibt es im Dorfblatt.

Wir haben car sharing bereits Anfang 2015 im Verkehrsausschuss vorgeschlagen, und konnten im weiteren Verlauf  (gemeinsam mit Wolfgang Obererlacher von Lebenswertes Mils) René Schader von Energie Tirol  gewinnen, um im Energieausschuss seine Erfahrungen zum Osttiroler e-car sharing mitzuteilen. Wir freuen uns sehr, dass unser Vorschlag in der Gemeinde auf fruchtbaren Boden gefallen ist und danken insbesondere Clemens Schumacher, der sich sehr dafür eingesetzt hat !

Umso mehr freuen wir uns auf die rege Nutzung dieses zukunftsweisenden Angebots!

 

 

 

Öffi-Treff vom VVT im Absamer KiWi 5.3. 19 Uhr

Wie wir vor kurzem aus der „Krone“ und inzwischen auch aus dem Haller Blatt erfahren haben, findet am 5.3. in Absam im KiWI um 19 Uhr ein Öffi-Treff von VVT und Planungsverband Hall u. Umgebung statt.
Dort können wir unsere Wünsche zu Öffis äußern und Fragen stellen. Anwesend werden lt. Information Experten vom VVT und die Bürgermeister von Hall und den Umlandgemeinden sein.
Es wird sicher eine lebendige Diskussion entstehen !

Winterdienst und Radwege

Erfreulich finden wir, dass bei den ersten Schneefällen die Schneeräumung an den Haltestellen offenbar recht gut geklappt hat. Wir hatten bereits letztes und auch dieses Jahr die Gemeinde darauf hingewiesen, dass auch die Haltestellen der Öffis Verkehrswege darstellen und damit so geräumt werden müssen, dass ein gefahrloses Ein- und Aussteigen, insbesondere für ältere Verkehrsteilnehmer, gewährleistet ist. Aufgeworfene Schneewälle, die durch die Straßenräumung entstehen, bewirken genau das Gegenteil, nämlich Sturzgefahr beim Ein- und Aussteigen! Unser Hinweis wurde jeweils an den Bauhof weitergegeben, offenbar mit Erfolg, wie das Bild unten von der Haltestelle Mühlenweg zeigt.

Bitte schreibt uns und auch der Gemeinde Eure Erfahrungen mit der Räumung der Gehwege und Haltestellen!

Weiterhin erfreulich ist auch der Lückenschluss am Radweg Richtung Wattens ! Hier war ein letztes, immer extrem nasses und lettiges Stück Schottere nicht asphaltiert, was von uns seit langem gegenüber der Gemeinde gefordert wurde. Im November wurden nun auch die letzten 200 m asphaltiert, so dass man jetzt zu jeder Jahreszeit und jedem Wetter diesen Weg passieren kann und bequem über Fritzens und Terfens fast ohne Autoverkehr Schwaz erreicht. Ein Danke Schön an die Gemeinde, auch wenn scheinbar von dritter Seite noch eine zusätzliche Motivation erfolgen musste…

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Spange neu: Der Planungsverband setzt auf Rad und Öffis

Höchst erfreulich, was kürzlich in der TT zu lesen war: „Planungsverband Hall und Land wollen zunächst Radverkehr und Öffis stärken, an eine etwaige neue „Spange“ tastet man sich vorsichtig heran.“ Nach den Bürgerprotesten gegen eine völlig aus dem Ruder gelaufene Autopolitik scheint jetzt doch noch die Vernunft zu regieren.

Wir erinnern uns: für geplante 35 Mill. €, bis Fertigstellung realistisch betrachtet 50 Mill. wollte eine Allianz aus Haller Politikern und Hall nahestehenden Landespolitikern einen dritten Autobahnanschluß im Raum Hall in Mils errichten – für den „Milser Verkehr“, so Bgm. Dr. Eva-Maria Posch, der ja nur auf die Autobahn und gar nicht nach Hall hinein wolle. Dass der „Milser Verkehr“ genau in zwei Dörfern entsteht, nämlich Mils und Volders, und für diese 8000 Einwohner dann ein eigener Autobahnanschluss entstünde, entging dem Augenmaß der Initiatoren scheinbar völlig. Wollte man diesen Schlüssel – pro 8000 Einwohner ein Autobahnanschluss – auf ganz Tirol übertragen, benötigten wir um Innsbruck herum noch einmal zehn weitere, bevor wir überhaupt an Hall Ost denken dürften. Bezeichnend ist auch, dass gerade diese beiden Dörfer über eine Öffi-Anbindung mit deutlich Luft nach oben verfügten – in Mils gab es viele Lücken im Busangebot, in Volders gibt es zwar die Busverbindung Schwaz-Telfs im Ort, der Bahnhof ist aber weit entfernt und daher nur in Ausnahmen eine Option. mit 2016 erfolgte in Mils allerdings eine massive Verbesserung, wobei diese jedoch immer noch nicht das Niveau in der Nachbargemeinde Absam erreicht.

Nun spricht der Planungsverband also mit der Stimme der Vernunft und will auf genau diejenigen Verkehrsmittel setzen, für die sich Mils Mobil seit Gründung einsetzt: Rad und Öffis. Wir sind gespannt, was wir hier konkret erfahren werden. Wir haben schon viele Vorschläge eingebracht – auf die zum Teil eingegangen wurde, die aber zu einem größeren Teil noch auf eine Diskussion warten. Wir stehen mit unserer gesammelten Nutzererfahrung und Verkehrskompetenz wie schon seit Jahren Bürgermeister und Gemeinderat zur Verfügung und erwarten, dass diese Bereitschaft auch genutzt wird.

In jedem Fall werden wir uns im schon angekündigten Bürgerbeteiligungsprozess sehr initiativ beteiligen.

Vortrag 30.11. 19.00 Uhr im aut Ibk: Jan Gehl, internationale Kapazität in Städtebau und Verkehrsplanung

Top-Event in Innsbruck: am 30.11. trägt Jan Gehl, global agierender Stadtplaner mit Schwerpunkt „people centered urban design“ im aut Innsbruck vor. Gehl ist der Vater der Stadtentwicklung Kopenhagen, die heute als beispielhaft gilt für die Transformation von verkehrsbelasteten Innenstädten in einen vitalen öffentlichen Raum mit hoher Lebensqualität. Er hat u.a. Projekte in New York, London und San Francisco umgesetzt. Jedem, der sich mit der Verkehrssituation in Tirols Städten und Dörfern beschäftigt, kann dieser Vortrag nur wärmstens empfohlen werden.

http://gehlpeople.com

aus der Einladung des aut:

Der dänische Architekt und Stadtplaner Jan Gehl verfolgt seit nunmehr über 50 Jahren die Entwicklungen im Städtebau und damit, wie sich um 1960 die Paradigmen radikal veränderten und die traditionelle Bedeutung der Stadt als Raum der Begegnung immer mehr in den Hintergrund gedrängt wurde. Basierend auf seinem Buch „Städte für Menschen“ skizziert Jan Gehl diese Entwicklung und zeigt auf, wie nach jahrelanger Vernachlässigung die Bedürfnisse des Menschen wieder stärker in den Fokus rücken.
mehr unter https://aut.cc/veranstaltungen/jan-gehl

e-car sharing in Mils: die Zukunft startet jetzt

Die Planungen zum e-car-sharing werden dank Energieausschuss konkreter. Es sind zwei Standorte in Planung, einer in der Heide, der andere im Dorf, zu den Kosten in Kürze: ca 10 € monatlich als Mitgliedsbeitrag, 2 € / h und 20 €-cent pro km. Im letzten Dorfblattl war ein Falter eingelegt, der dazu dient, die Nachfrage nach diesem Angebot zu erheben, wobei ein bekundetes Interesse im abgegebenen Falter noch keine Verpflichtung darstellt. Auf jeden Fall ein super Angebot der Gemeinde, wenn der Monatsbeitrag auch etwas niedriger ausfallen dürfte. Damit ist es möglich, für geringe Kosten flexibel mobil zu sein, z.B. auch für Fahranfänger, die sich kein eigenes Auto leisten können (wollen), aber dennoch Fahrpraxis sammeln und eben flexibel sein wollen. Jeder, der für weniger Verkehr in Mils eintritt, sollte sich überlegen, ob er dieses Angebot nutzen und damit vielleicht das Zweit- oder Drittauto abschaffen kann. Weitere Informationen gibt es hier , man kann dort auch an der Umfrage online teilnehmen.

In diesem Zusammenhang sei nochmals die Initiative BuMo erwähnt, die in Buch im Unterland über einen Freiwilligen-Fahrdienst Mobilität – nicht nur – für Ältere bereitstellt (siehe dazu unseren Blog-Eintrag). Gerade am Sonntag wäre ein derartiger Fahrdienst beim derzeitigen Nicht-Fahrplan eine gute Option für Mils. Wer wäre bereit, hier auf freiwilliger Basis mitzuhelfen ? Bitte kommentiert ( auch hier unverbindlich)